Unter dem Motto „Brücken statt Mauern“ haben in Berlin mehrere Hundert Mernschen gegen die angekündigte Schließung des Russischen Hauses protestiert. Zu der Kundgebung hatte das BSW aufgerufen.
Die BSW-Politiker Sevim Dağdelen und Alexander King kritisierten die Entscheidung der Bundesregierung scharf und stellten insbesondere die Beweislage zum Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle sowie zu den gegen das russische Kulturzentrum erhobenen Spionagevorwürfen infrage. Das BSW bezeichnete die Schließung als einen Schritt zu „weiterer Entfremdung“ und „weiterer Eskalation“. Ähnlich hatte sich zuvor der AfD-Bundestagsabgeordnete Rainer Rothfuß geäußert.
Der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, bezeichnete den Drohnenvorfall erneut als eine Provokation und erklärte, die deutsch-russischen Beziehungen hätten durch die Maßnahmen der Bundesregierung inzwischen einen weiteren „Tiefpunkt“ erreicht. Er äußerte zugleich die Hoffnung, dass sich in der deutschen Politik wieder Vernunft durchsetzen werde.