Neue demoskopische Daten bzw. Projektionen zehn Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sagen Ulrich Siegmund und der AfD am 6. September übereinstimmend einen historischen Wahlsieg voraus. Das renommierte Basler Prognos-Institut ermittelte auf der Basis von Wahlkreisprognosen mit möglichen 44 Prozent einen neuen landesweiten Rekordwert für die Partei.
Laut MDR (Infratest dimap) stürzen Noch-Ministerpräsident Sven Schulze und die CDU um zwei Punkte ab und liegen jetzt 20 Punkte hinter der AfD (42 Prozent). Die spannende und wahlentscheidende Frage: Schaffen die „Grünen“ den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde?
Wie das liberal-konservative Portal Tichys Einblick (TE) unter Berufung auf jüngste Prognos-Auswertungen berichtet, kann die AfD in Sachsen-Anhalt mit bis zu 44 Prozent rechnen. Die „Grünen“ würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Mit anderen Worten: Ulrich Siegmund (AfD) wäre der erste AfD-Ministerpräsident Deutschlands!
Der von Prognos ermittelte Wert liegt noch über den klassischen Sonntagsfragen der etablierten Institute – wie aktuell Infratest dimap mit 42 Prozent oder zuletzt Civey mit 43 Prozent. Laut aktueller Prognos-Projektion würden die „Grünen“ unter fünf Prozent bleiben und den Einzug in den Landtag verpassen, was zur alles entscheidenden Frage werden dürfte! In diesem Modell wird dann von einem Vier-Parteien-Parlament ausgegangen (AfD/44 Prozent, CDU/21 Prozent, Linke/15Prozent, SPD/sieben Prozent). Die AfD hätte, wenn auch knapp, eine absolute Mehrheit.
Weniger erfreulich ist, wenn sich am Wahlabend bestätigen sollte, was Infratest dimap im Auftrag des MDR ermittelt hat: Die AfD legt demnach in Sachsen-Anhalt zwar auf 42 Prozent weiter zu, würde aber die absolute Mehrheit verfehlen. Grund: Die „Grünen“ wären auf Basis dieser Umfrage mit sechs Prozent im Landesparlament vertreten. Noch-Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) könnte mit einer von den Kommunisten tolerierten Minderheitsregierung aus Union, SPD und „Grünen“ weiter regieren.
WICHTIG: Umfragen sind immer Momentaufnahmen mit einer Fehlertoleranz von mindestens zwei Prozentpunkten nach oben wie nach unten. Am Wochenende werden die neuen Zahlen von INSA erwartet.