Die deutsche Industrie flieht regelrecht aus Deutschland. Laut einer Umfrage der weltweit operierenden Managementberatung Horváth in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer „Handelsblatt“ unter 1.000 Unternehmen rechnen 60 Prozent von ihnen bis 2030 mit einem weiteren Stellenabbau in Deutschland. Nur 16 Prozent der befragten Firmen wollen in Deutschland überhaupt noch Personal aufbauen. Der Rest setzt auf Automatisierung, Künstliche Intelligenz oder kehrt Deutschland den Rücken.
Horváth-Partner Ralf Sauter sagte: „Das Modell der deutschen Exportnation war jahrzehntelang ein Erfolg. Jetzt läuft es aus.“
Die neuen Gewinner auf den Weltmärkten heißen Indien, China und die USA. Fast jedes Industrieunternehmen plant eine Expansion auf dem Subkontinent Indien.
Aber auch Nordamerika bleibt trotz – oder vielleicht besser gesagt wegen – der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump attraktiv. Der Pharmariese Boehringer Ingelheim etwa streicht geplante Investitionen von bis zu 900 Millionen Euro in Deutschland und steckt Milliarden in die USA.