GEWINNER
In Bayern ticken die Uhren anders, sagt der Volksmund. Wir sagen: In Ostdeutschland ticken sie nicht nur anders, sondern auch richtig!
Die Landtagswahl zuletzt in Sachsen-Anhalt hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Ostdeutschen das neue Sturmgeschütz der Demokratie sind. Nicht von ungefähr erschallte der Schlachtruf „WIR SIND DAS VOLK!“ zuerst im Osten der Republik – 1989 bei der friedlichen Revolution und zuletzt während des Corona-Regimes.
Die Ostdeutschen haben 1989 eine Diktatur gestürzt. Daraus speist sich ein tiefes Verständnis von Demokratie als etwas, das von unten gestaltet werden muss und nicht von oben definiert und übergestülpt wird; dass Meinungsfreiheit jeden Tag neu erkämpft werden muss gegen ein übergriffiges, verbonztes Altparteien-Regime, das in erschreckender Weise immer mehr an vergangen geglaubte DDR-Zeiten erinnert. Der jüngste verräterische Satz des Demokratie-Verächters Friedrich Merz (CDU) sagt alles: „Bitte komme mir keiner mit Free Speech!“
Ostdeutsche, das zeigen die Wahlen immer deutlicher, blicken aufgrund ihrer Geschichte aufs Höchste sensibilisiert und misstrauisch auf ein Parteiensystem, das sich nimmt und herausnimmt, was es will. Im Osten sind laut Umfragen 71 Prozent der Menschen unzufrieden mit den politischen Zuständen hierzulande, während es sich im von den System-Medien hirngewaschenen Westen der Republik genau umgekehrt verhält.
Der Deutschland-Kurier meint: Im Osten geht die Sonne auf!
VERLIERER
Hätte Friedrich Merz (70) einen Doktortitel, wäre „ F-Fritz“ ein neuer Spottname sicher: „Dr. No“! Merz ist der erste Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende, den sie ausweislich der vergifteten Solidaritätsadresse der acht CDU-Ministerpräsidenten in der eigenen Partei nicht mehr beim Namen nennen.
Eine Partei, die den von ihr gestellten Kanzler und den eigenen Vorsitzenden verleugnet, hat mit ihm vor den Augen der Öffentlichkeit abgeschlossen.
Wie so oft in der Politik drängt sich auch ein Vergleich mit dem Fußball auf: Acht CDU-Ministerpräsidenten schreiben, dass sie es „gemeinsam mit dem Bundeskanzler“ besser machen wollen – fragt sich nur, mit welchem Kanzler? Der Treueschwur für Merz erinnert an den Standardsatz der Fußball-Bosse eines Abstiegskandidaten: „Er wird auch nächsten Sonntag noch unser Trainer sein…“.
Soviel ist klar: Merz hat wegen der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern und mangels eines Konsenskandidaten für seine Nachfolge in der Union noch einmal einen Aufschub seiner Hinrichtung erreicht. Fliegt die CDU in Schwerin zum ersten Mal in der bundesdeutschen Geschichte aus einem Landtag, dürfte das Fallbeil von gleich auf jetzt niederrauschen.
Der Deutschland-Kurier meint: DEAD MAN WALKING!