Merz-Gewürge: „Bild“-Vizechef schildert Telefon-Krimi hinter den Unions-Kulissen

Im ZDF-Talk „Markus Lanz“ hat „Bild“-Vizechefredakteur Paul Ronzheimer von weiterhin massiven Zweifeln in der CDU an Bundeskanzler Friedrich Merz berichtet. „Egal, mit wem Sie in den vergangenen Wochen in dieser Partei gesprochen haben: Im Hintergrund hat sich keiner hinter diesen Kanzler gestellt“, sagte Ronzheimer in der Sendung am Donnerstagabend (17. mSeptember). CDU-Politiker hätten vielmehr „ganz offen gesagt, dass das so nicht mehr weitergehen kann, dass er nicht mehr Kanzler bleiben kann“.

Das in dieser Woche veröffentlichte sogenannte „Statement“ erfolgte offenbar maßgeblich auf Betreiben von Merz selbst. Dieser habe Ronzheimer zufolge Gespräche mit den CDU-Ministerpräsidenten und anderen in der Partei geführt. Es habe sich um einen „Telefon-Krimi“ gehandelt. Einige seien über die Anrufe verwundert gewesen, weil der Kanzler den direkten Austausch zuvor vernachlässigt habe, berichtete der „Bild“-Mann.

In der Folge veröffentlichten die acht CDU-Ministerpräsidenten dann eine gemeinsame Erklärung, in der sie sich – ohne Merz beim Namen zu nennen oder ihm das Vertrauen auszusprechen – gegen Personaldiskussionen wandten und den Reformkurs der Bundesregierung bejahten. „Und das Verrückte ist, dass ja dort Leute unterschrieben haben“, die die Personaldebatte vorangetrieben hätten, sagte Ronzheimer.

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