Sachsen-Anhalt: Weitere Angehörige von Senioren berichten von Briefwahl-Unregelmäßigkeiten

Nach dem Verdacht auf Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl im Dessauer Pflegeheim „Marthahaus“ haben sich weitere Angehörige gemeldet. Ihre Schilderungen ähneln in Teilen dem Fall der 95-jährigen Heimbewohnerin, über den die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ zuerst berichtet hatte.

Wie die Zeitung jetzt meldet, sollen für eine weitere demenzkranke Bewohnerin Briefwahlunterlagen beantragt worden sein, ohne dass ihre gesetzliche Vertreterin nach eigenen Angaben davon wusste. In einem weiteren Fall berichtet die Betreuerin einer ebenfalls dementen Bewohnerin, eine Mitarbeiterin des Heims habe ihr mitgeteilt, die Wahlbenachrichtigung der Angehörigen sei „zerstört“ worden.

Damit sind inzwischen drei Fälle bekannt, in denen Angehörige oder Vertreter dementer Bewohner angeben, Wahlunterlagen nicht wie erwartet erhalten zu haben. In zwei dieser Fälle war nach ihren Angaben Briefwahl beantragt worden, ohne dass sie davon wussten.

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