Die Polizei in Marokko hat nach Angaben des marokkanischen Innenministeriums mehrere Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, zu neuen Versuchen der illegalen Einreise in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla angestiftet zu haben. Wie berichtet, kursieren in den sozialen Medien massiv Aufrufe zu einer neuen Invasion am 15. August, die von den Behörden ernst genommen werden.
Angesichts der sich verdichtenden Hinweise auf einen erneuten Massenansturm hat Österreich Spanien zu einer deutlichen Verstärkung des Grenzschutzes in den nordafrikanischen Exklaven aufgefordert. „Madrid hat selbst einen Mega-Magneten geschaffen. Falschmeldungen in sozialen Medien und Schlepper haben die Anziehung multipliziert“, erklärte das Kanzleramt in Wien. Nun müsse aufgeklärt werden, ob und von welchen geopolitischen Akteuren die Krise zusätzlich angeheizt werde. Die aktuellen Aufrufe für den 15. August würden zeigen, „dass diese gefährliche Dynamik nicht vorbei ist“.