Die landesweiten bürgerkriegsähnlichen Unruhen in Frankreich mit Hunderten Verletzten halten weiter an.
Obwohl TV-Bilder marodierende, gewalttätige Migranten zeigen und der französische Innenminister Laurent Nuñez inzwischen von „urbaner Gewalt“ spricht, verharmlosen ARD und ZDF die Gewaltorgie in unserem Nachbarland weiterhin als „Schülerproteste“.
Offiziellen Angaben zufolge wurden bei den schweren Ausschreitungen bisher mehr als 300 Sicherheitskräfte verletzt. In mehreren Großstädten kam der öffentliche Nahverkehr zeitweise zum Erliegen. Rund um die vorwiegend von Afro-Migranten bewohnten Großwohnsiedlungen in den Vorstädten (Banlieues) wurde die Polizeipräsenz massiv erhöht. Die Gendarmerie patrouilliert mit gepanzerten Fahrzeugen.
Polizist fast zu Tode getreten
Im ostfranzösischen Belfort ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, nachdem der Mob dort einen am Boden liegenden Polizisten mit Kopftritten traktiert hatte. In Paris drohte eine entfesselte Meute einer jungen Polizeianwärterin mit dem Tod. Auf Videoaufnahmen ist deutlich zu hören, wie vermummte Gestalten die Beamtin als „Dreckshure“ beschimpfen und lautstark „Tötet sie!“ (Tuez-la) rufen.
Weiterhin schwere Krawalle wurden am Freitag (2. Oktober) unter anderem aus dem Großraum Paris, Lyon und Marseille gemeldet. Landesweit gab es den Angaben zufolge rund 5.000 Festnahmen. Innenminister Laurent Nuñez sprach von „ungezügelter urbaner Gewalt“, die nichts mehr mit legitimen Forderungen von Schülern zu tun habe.
ARD und ZDF framen
Obwohl Sicherheitsbehörden und auch Schülerverbände betonen, dass Brandstiftungen und Angriffe auf Polizisten meist nicht von Schülern ausgehen, verharmlosen ARD und ZDF die Krawalle und das Ausmaß der Gewaltorgie weiterhin als „Schülerproteste“. Das damit beabsichtigte Framing (ZDF: „Den französischen Schülern reicht’s!“) ist nur allzu durchsichtig: Es soll davon abgelenkt werden, dass die anfänglichen Schülerproteste die Initialzündung für einen linksextremistischen und migrantischen Mob waren!