Historischer Wendepunkt: Tobias Rausch (AfD) mit unerwartet deutlicher Mehrheit zum Landtags-Präsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt!

Der 6. Oktober 2026 dürfte fürwahr als ein historischer Tag in die deutsche Politik eingehen: Mit unerwartet deutlicher Mehrheit wurde der AfD-Landtagsabgeordnete Tobias Rausch zum Präsidenten des 9. Landtages von Sachsen-Anhalt gewählt. Damit stellt die AfD erstmals einen Parlamentspräsidenten in Deutschland!

Die unsägliche „Brandmauer“ ist krachend eingestürzt: Der 35 Jahre alte AfD-Politiker Tobias Rausch erhielt bei der konstituierenden Sitzung des neuen Landesparlamentes, die genau einen Monat nach dem Wahltriumph der AfD bei der Landtagswahl stattfand, in geheimer Wahl 48 von 82 Stimmen. Die absolute Mehrheit lag bei 42 Stimmen.

Das Wahlergebnis ist ein Politikum: Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), das angekündigt hatte, Rausch mitzuwählen, stellt fünf Abgeordnete. Also müssen vier Abgeordnete aus anderen Fraktionen für den AfD-Politiker gestimmt haben, da die AfD über 39 Sitze verfügt.

CDU-Fraktionschef Sven Schulze hatte Stimmen aus seiner Partei vorab ausgeschlossen. Die 15 CDU-Parlamentarier würden sich enthalten. Politische Beobachter in Magdeburg gehen dennoch davon aus, dass die vier Stimmen zusätzlich für Rausch aus der CDU kamen.

„Ich will Präsident des ganzen Landtages sein“

In einer starken, im Ton bewusst präsidial gehaltenen Rede, mahnte Rausch ein faires Miteinander im neuen Landtag an. Die Zeiten von politischen „Brandmauern“ sollten der Vergangenheit angehören. „Der Grundsatz meiner Amtsführung wird sein, hart in der Sache zu diskutieren, aber fair in der Person.“

Rausch erinnerte an das oberste demokratische Prinzip: „Wer heute in der Mehrheit ist, kann morgen in der Minderheit sein.“

Im schroffen Gegensatz zur versöhnlichen Rede des neuen AfD-Landtagspräsidenten hatte zum Auftakt der konstituierenden Sitzung die spalterische, parteipolitisch geprägte Rede der (nach Amtsjahren) „Alterspräsidentin“ Eva von Angern (Die Linke) gestanden. Die Kommunistin rief die Abgeordneten mit Blick auf die AfD zu „Standhaftigkeit“ auf.

Direkt an die Adresse der AfD und den mit hoher Wahrscheinlichkeit künftigen Ministerpräsidenten Ulrich Siegmund gerichtet, kritisierte von Angern eine aus ihrer Sicht „Machttrunkenheit“. Angern behauptete, dass aus Sorge vor einer künftigen AfD-Regierung bereits erste Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt abspringen würden, dass gebuchte touristische Reisen nach Magdeburg storniert würden, dass Nachbarländer „um unser Personal werben“.

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