Sondersitzung: CDU/CSU entscheidet am 29. Juli über Spahn-Nachfolge

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion soll am 29. Juli in einer Sondersitzung über die Nachfolge von Jens Spahn (CDU) an ihrer Spitze entscheiden. Die Abgeordneten müssen dafür die Sommerpause unterbrechen und nach Berlin zurückkehren, wie aus Unionskreisen bestätigt wurde.

In einer SMS informierten Interims-Fraktionschef Alexander Hoffmann (CSU) und der Parlamentarische Geschäftsführer Steffen Bilger (CDU) demnach die Abgeordneten über den Termin der Sitzung, die um 14 Uhr im Reichstagsgebäude stattfinden soll. „Wir bitten daher, Eure Anreise nach Berlin zu organisieren“, schreiben beide Unionspolitiker.

Die Parteichefs von CDU und CSU, Bundeskanzler Friedrich Merz und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, seien derzeit „damit befasst, einen Personalvorschlag für den Fraktionsvorsitz zu erarbeiten“, heißt es in der Nachricht. Söder und Merz haben beide ein Vorschlagsrecht für die Personalie. Merz hatte deutlich gemacht, dass er die Spahn-Nachfolge zügig regeln wolle.

Die Personalspekulationen laufen derweil bereits auf Hochtouren. Als Top-Kandidat für den Fraktionsvorsitz gilt der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU). Auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wird übereinstimmenden Medienberichten zufolge im politischen Berlin gehandelt.

Die Nachfolge Spahns könnte dazu führen, dass Kanzler Merz in einem Zug sein Kabinett umbildet. Er selbst deutete diese Möglichkeit im ZDF-Sommerinterview an. Dass eine personelle Neuaufstellung der schwarz-roten Regierung aus ihrem Umfragetief hilft, halten politische Beobachter allerdings für eher unwahrscheinlich.

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