Der Verdacht des renommierten Schweizer Journalisten Roger Köppel, bei dem versuchten angeblichen Drohnenanschlag Anfang August am Flughafen Leipzig-Halle könnte es sich um eine sogenannte „False Flag“-Operation handeln, also einer inszenierten Operation unter falscher Flagge, wird durch den Bericht eines ukrainischen Kollegen erhärtet.
Der oppositionelle Journalist Anatoli Scharij stellt die offizielle Darstellung des Drohnenvorfalls am Leipziger Flughafen ebenfalls in Frage. Die Bundesregierung macht, bisher ohne jeglichen Beweis, Russland für den gescheiterten angeblichen Anschlagsversuch verantwortlich.
Nach Recherchen des ukrainischen Journalisten soll sich der Fund der Drohne auf dem Gelände des Flughafens völlig anders zugetragen, als von den Medien berichtet wurde. Der in Opposition zum Selenskyj-Regime stehende Reporter beruft sich auf einen anonymen Mitarbeiter des Flughafens.
In einem Beitrag auf X vom 6. September erinnert Scharij zunächst daran, dass bereits im August 2024 Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ in den für das allgemeine Publikum gesperrten Bereich des Flughafens eingedrungen seien. Die nicht näher genannte Quelle des ukrainischen Journalisten sagt, dass die Darstellung des Drohnenvorfalls in den Medien nicht den Tatsachen entsprechen würde. Der Flughafenmitarbeiter wolle aus Angst um seinen Arbeitsplatz anonym bleiben.
Richtig sei, dass sich nach Angaben des Informanten der Vorfall in der Nacht beim Beladen eines Frachtflugzeugs im Vorfeld 2 des Flughafens ereignet habe, wo DHL-Flugzeuge und die ukrainische Antonow-Maschine stationiert waren. Scharij schreibt: „Laut der Quelle wurden Drohnen an dieser Stelle oft gesehen, obwohl sie sich Menschen nicht näherten. Diesmal war die Lage allerdings anders. Während der Beladung begann eine kleine Drohne, in der Nähe eines Frachtflugzeugs zu kreisen, und flog dann direkt in die Nähe des Mitarbeiters. Laut der Quelle sah niemand unter den Anwesenden, woher genau sie kam.“
Der Mitarbeiter des Flughafens habe daraufhin die Drohne eigenhändig zu Boden gebracht und den Vorfall gemeldet. Die dann folgenden Abläufe des weiteren Geschehens seien nach den Worten des Informanten „extrem merkwürdig“ gewesen.
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Nach seinen Schilderungen sollen innerhalb weniger Minuten Polizeibeamte, Bombenspezialisten, Feuerwehr, Fernsehteams und Ausrüstung zur Entschärfung von Bomben vor Ort eingetroffen sein. Das plötzliche Eintreffen der Behörden und Medienvertreter habe die Mitarbeiter des Flughafens irritiert. Denn der Flughafen ist etwa 20 Kilometer von Leipzig entfernt und nach Angaben des Informanten soll es unmöglich sein, ohne weiteres in den abgesperrten Bereich zu gelangen.
Noch brisanter ist freilich eine andere Aussage des namentlich nicht genannten Flughafenmitarbeiters, auf den sich der ukrainische Journalist beruft. Demnach sollen die anschließend publizierten Aufnahmen der Drohnen mit Sprengstoff nicht den ursprünglichen Funden der Flughafenmitarbeiter entsprochen haben. Insbesondere soll die von ihnen gefundene Drohne keine Sprengstoffladung getragen haben.
Der ukrainische Journalist führt dazu auf X weiter aus: „Der Quelle zufolge war die Drohne ein kleines, billiges ziviles Gerät, das vor allem für Foto- und Videoaufnahmen verwendet wird. Sie bezweifelt, dass ein solches Gerät überhaupt eine zusätzliche Ladung hätte tragen können.“
Scharij stellt fest, dass damit zwei „grundsätzlich verschiedene“ Versionen der Vorgänge am Leipziger Flughafen existieren würden.
Laut der offiziellen Version der Bundesregierung war in der Nacht zum 5. August eine Drohne in direkter Nähe ukrainischer Antonow-Transportmaschinen gesichert worden. Untersuchungen von Kriminaltechnikern sollen ergeben haben, dass das Fluggerät mit rund 600 Gramm des Plastiksprengstoffs Semtex sowie PETN und einer funktionsfähigen Zündvorrichtung präpariert gewesen war. Eine Detonation sei vermutlich nur aufgrund eines technischen Defekts ausgeblieben.
Der renommierte Schweizer Publizist Roger Köppel hat öffentlich thematisiert, ob die Ukraine hinter dem Drohnenvorfall auf dem Flughafen Leipzig/Halle stecken könnte. Der „Weltwoche“-Chefredakteur geht dabei von der Überlegung aus: „Cui bono – wem nützt es?“ In einem Video stellt Köppel deshalb die Frage zur Diskussion, ob die Ukraine den Vorfall inszeniert haben könnte, um eine stärkere Konfrontation zwischen der NATO und Russland zu provozieren oder um zusätzliche westliche Unterstützung zu generieren.