Die Beinahe-Enthauptung eines Briten auf offener Straße in Belfast durch einen schwarzafrikanischen Asylanten aus dem Sudan sorgt weltweit für Entsetzen. Auch die Mainstream-Medien in Deutschland kommen an dem bestialischen Messerangriff nicht vorbei. Wie nicht anders zu erwarten wird wieder verdrängt, verharmlost und relativiert – „rassistische Krawalle“ sind das eigentliche Thema!
Statt das eigene Versagen einzugestehen, drehen die öffentlich-rechtlichen Sender sowie die meisten Printmedien den Spieß nach sattsam bekanntem Muster einfach um: Nicht die barbarische Tat an sich und die Exzesse der Masseneinwanderung stehen im Mittelpunkt der Berichterstattung, sondern die Instrumentalisierung des Geschehens durch „Rechtsextremisten“.
„Wie kann man ernsthaft zu der Auffassung gelangen, dass die Enthauptung eines Menschen auf offener Straße Rechtsextremen ‚nützen‘ würde?“, wundert sich das liberal-konservative Portal „Tichys Einblick“ (TE) und merkt an: „Was für ein Gehirnlooping liegt diesem abenteuerlichen Schluss also zugrunde? Ebenso gut könnte man demzufolge behaupten, eine Ladung Pfeffer nütze“‘ dem Niesreflex oder der Aufenthalt in der Mittagsglut bei 40 Grad ‚nütze‘ dem Sonnenbrand. Was läuft kognitiv so grundlegend schief, dass es zu derart bizarren Umdeutungen kommt?“
Selbsthass und Zerstörung der Heimat
Die Frage, was kognitiv schiefläuft, stellt sich in der Tat angesichts der Berichterstattung vor allem hierzulande. TE gibt eine naheliegende Antwort: „Man könnte beinahe vermuten, hier sei ein tief verwurzelter Selbsthass am Werk, der die Zerstörung der eigenen Heimat und Lebensart durch unkontrollierte Massenmigration mit nahezu böswilligem Eifer vorantreibt. Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Gedanke nicht. In Teilen des westlichen Diskurses, besonders in Deutschland, besteht seit Jahrzehnten die Tendenz, die eigene Geschichte fast ausschließlich unter den Vorzeichen von Kolonialismus, Rassismus, Ausbeutung und Schuld zu betrachten (…) Die Angst, Wildfremden gegenüber ungerecht zu sein, wirkt monströser als die Furcht davor, die eigene Bevölkerung buchstäblich über die Klinge springen zu lassen.“
► Ob ARD, ZDF oder DLF – die Intonierung klingt fast überall gleich: „Rassistisch motivierte Ausschreitungen!“
Der „Deutschlandfunk“ meldet alarmistisch: „Neue ausländerfeindliche Proteste, Polizei setzt Wasserwerfer ein!“ Die „Tagesschau“ schnappatmet: „In Nordirland ist es bereits den zweiten Abend in Folge zu schweren rassistisch motivierten Ausschreitungen gekommen.“ Noch was vergessen? Ach ja: „Auslöser der Krawalle war eine Messerattacke“, heißt es eher beiläufig. Die „heute“-Nachrichten blasen ins gleiche Horn: „Schon die zweite Nacht kommt es in Belfast zu rassistisch motivierten Protesten nach einem Messerangriff.“
Nicht viel anders hört es sich in der morgendlichen DLF-Presseschau an. Die „Allgemeine Zeitung“ (Mainz) ereifert sich über ein „organisiertes Pogrom rechtsextremer Akteure“. Der linksgrüne „Kölner Stadt-Anzeiger“ rekonstruiert: „Ein Video verbreitet sich im Netz. Rechte Aktivisten greifen es auf.“
Einzig Springers „Welt“ hebt sich wohltuend ab: „Die eigentliche Verantwortung für das, was in Belfast geschieht, trägt keine Rotte maskierter Männer. Sie trägt eine politische Klasse, die eine Einwanderungspolitik betrieben hat, die Kontrolle systematisch der Ideologie des Antirassismus geopfert hat – und die nun, da die Konsequenzen sichtbar werden, wieder zur Beruhigungsrhetorik greift.“