Die ARD-Tagesschau warnte in einem Interview auf ihrer Webseite vor rechten Angriffen gegen Journalisten. Bebildert wurde der Artikel allerdings mit Fotos von einer linksextremen Attacke auf ein ZDF-Team – eine der brutalsten Medienangriffe in den vergangenen Jahren, wie das Portal „Apollo News“ aufdeckte.
Anlass der Berichts und des Interviews mit dem Geschäftsführer von „Reporter ohne Grenzen“, Christian Mihr, war der abermalige Rückfall Deutschlands im sogenannten Pressefreiheits-Ranking. Dazu gab es auf der Webseite des öffentlich-rechtlichen Formats ein Interview mit Mihr. Der schob die Verschlechterung im Ranking vor allem auf Anfeindungen aus rechtsextremen Milieus. Nur: Die Bebilderung, welche die ARD-„Nachrichtensendung“ für den Artikel verwendete, stützte gerade diesen Befund nicht. Bebildert ist der Artikel, der vor angeblicher „rechter“ Einschüchterung von Journalisten berichten soll, mit Fotos von einem Angriff auf ein ZDF-Reporterteam am 1. Mai 2020 – dieser wurde jedoch durch linksextreme Täter verübt: Damals attackierten maskierte Vermummte am Rande einer Querdenken-Demo ein Team der Satiresendung heute-show – die linksextremen Täter hatten das Kamerateam nach eigener Aussage mit „Rechtsextremen“ verwechselt und nur deshalb mit Schlag- und Eisenstöcken auf die Journalisten eingeprügelt.