DK-Gastautor Einar Koch rechnet mit Friedrich Merz (CDU) ab: Der Jammerlappen-Kanzler!

In seinen gut 40 Jahren als politischer Journalist (u.a. „Hamburger Abendblatt“, „Bild“) hat DK-Gastautor Einar Koch nicht solch einen erbärmlichen Jammerlappen-Politiker erlebt wie Friedrich Merz (CDU) mit seiner Aussage: „Kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen!“ Der Autor fragt, ob Merz, der offenbar schon am Ende seines ersten Amtsjahres in einer Parallelwelt lebt, überhaupt noch amtsfähig ist.

VON EINAR KOCH*

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Friedrich Merz gibt der immer schärfer werdenden Kritik auf Social Media die Schuld an seinen desaströsen Umfragewerten – nicht etwa seiner Politik des permanent gebrochenen Wortes; seinem Totalversagen auf allen politischen Ebenen. Merz ist in seiner Weinerlichkeit noch schlimmer als die grüne Heulsuse Robert Habeck.

Schon am Ende seines ersten und hoffentlich letzten Amtsjahres ist Merz da angelangt, wo auch seine Vorgänger Olaf Scholz (SPD) und Angela Merkel (CDU) lebten: in einem  Paralleluniversum! Mit dem Unterschied, dass die Vorgenannten auf ihrer Reise dorthin etwas länger brauchten.

Der Merz´sche Realitätsverlust, der zuletzt in der Aussage des Kanzlers gipfelte, seine Chaos-Koalition habe die Migrationskrise weitgehend „gelöst“, ist nicht nur erschreckend, sondern auch beängstigend!

Man muss die Frage stellen, ob ein Kanzler, der Ursache und Wirkung in Bezug auf die Stimmung im Volk verwechselt, überhaupt noch amtsfähig ist? Wer, wie Merz, den Sozialen Medien die Schuld daran gibt, dass inzwischen mehr als 80 Prozent der Wähler auch der jüngsten Forsa-Umfrage zufolge mit ihm unzufrieden sind, der lebt nicht mehr in dieser Welt. Der hat in seiner Selbstverliebtheit abgehoben zu einem anderen Stern.

Friedrich Merz sollte sich selbst, vor allem aber Deutschland, einen letzten Gefallen tun und zurücktreten. Der 6. Mai wäre ein gutes Datum. Dann jährt sich zum ersten Mal der Amtsantritt dieses in der Geschichte der Republik – bis auf zwei Ausnahmen (Merkel, Scholz) – beispiellosen Kanzler-Versagers.

Nach letzten Umfragen liegt die AfD inzwischen nie dagewesene fünf Punkte vor CDU und CSU zusammen. Von nichts kommt nichts – und davon immer mehr. Und das liegt weiß Gott nicht an den Sozialen Medien, sondern an Ihrer unterirdischen Performance, Herr Bundeskanzler! Akzeptieren Sie endlich: Sie können es einfach nicht.

*Einar Koch, Jahrgang 1951, war von 1992 bis 2003 Leiter der Parlamentsredaktion der „Bild“-Zeitung in Bonn und Berlin, Politik-Chef des Blattes und zuletzt Politischer Chefkorrespondent.

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