Aufträge brechen ein: Deutscher Wirtschaft droht erneute Rezession!

Die jüngst von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf 0,5 Prozent halbierte Wachstumsprognose dürfte sich wohl als eine noch sehr optimistische Annahme erweisen: Nach den Rezessionsjahren 2023 und 2024 droht Deutschland infolge der Nahost-Krise sogar ein erneuter Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung!

Die deutsche Wirtschaft ist im April geschrumpft, der Inflationsdruck steigt. Darauf deutet der von S&P Global erhobene Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft hin, der im April auf vorläufiger Basis von 51,9 auf 48,3 Punkte fiel.

Dienstleister unter Druck – Preise steigen

In Deutschland brach laut den vorliegenden Daten vor allem das Geschäft von Dienstleistern ein, während der Zuwachs der Industrieproduktion sich S&P zufolge drastisch verlangsamte. Die Unternehmen schätzen die Geschäftsaussichten für die kommenden zwölf Monate insgesamt negativ ein. Vor allem Dienstleister klagen über deutlich weniger Aufträge; aber auch Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes melden weniger Aufträge als erhofft.

Zusätzlich zur schwachen Nachfrageentwicklung standen die Unternehmen im April einem zunehmenden Kostendruck gegenüber. Die Einkaufspreise stiegen so schnell wie seit fast dreieinhalb Jahren nicht mehr.

„Jeder weitere Tag, an dem kein Öl aus der Golfregion an den Weltmarkt gelangt, verschärft die Konjunkturrisiken“, warnt Jörg Krämer, der Chefvolkswirt der Commerzbank. Der Ökonom rechnet für 2026 bestenfalls mit einem Nullwachstum: „Bereinigt man die niedrigen Wachstumsraten um die ungewöhnlich hohe Zahl von Arbeitstagen, dürfte es in diesem Jahr faktisch wieder auf eine Stagnation hinauslaufen.“

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