Blackout in Spanien: Untersuchungsbericht erhärtet Verdacht auf Kettenreaktion durch Wind und Solar

Der Blackout in Spanien und Portugal im April 2025 war der schwerste Stromausfall der letzten 20 Jahre in Europa. Ein jetzt vorliegender Untersuchungsbericht erhärtet den Verdacht, dass es zu einer Kettenreaktion im Netz durch Überspannung infolge von zu viel Solarstromeinspeisung und Windenergie gekommen ist.

Fast ein Jahr ist es her, dass auf der iberischen Halbinsel die Lichter ausgingen. Am 28. April 2025, einem Frühlingstag mit strahlend blauem Himmel, geriet zur Mittagszeit, als die Sonne am höchsten stand, das Stromsystem in ein Ungleichgewicht. Eine Überspannung im Netz schaltete mehrere Kraftwerke ab. Die Folge war eine Kettenreaktion, bei der in ganz Spanien und Portugal das Stromnetz kollabierte.

Der Verband europäischer Übertragungsnetzbetreiber „ENTSO-e“ hat dieser Tage seinen abschließenden Untersuchungsbericht zu dem Schock-Ereignis vorgelegt. Demnach kam es zunächst zu Störungen der Netzfrequenz. Anschließend knallten mehrere Überspannungssicherungen von Solar- und Windkraftanlagen durch. Die Folge war ein sprunghafter Spannungsanstieg im iberischen Verbundnetz. Die Ereignisse nahmen ihren dramatischen Lauf bis in die spanisch-französische Grenzregion.

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