Wer hätte das gedacht: In Deutschland flammen die ersten Proteste gegen den Spritpreis-Horror auf! In der Nacht erreichte ein ursprünglich in Emden (Ostfriesland) gestarteter Konvoi das Berliner Regierungsviertel. Während der Fahrt hatten sich aus allen Richtungen kommende Autos angeschlossen. Unweit des Kanzleramtes kam es zu lautstarkem Protest.
Nach Angaben der Polizei waren insgesamt 111 Fahrzeuge in der Hauptstadt angekommen. Die Beamten übernahmen den Konvoi an der Stadtgrenze und geleiteten ihn ins Regierungsviertel. Zwischenfälle habe es nicht gegeben.
Auf dem Platz der Republik fand zum Abschluss der Aktion eine Kundgebung statt. Spontan kamen weitere Menschen hinzu.
Der Konvoi war am Morgen in Emden zunächst mit 25 Fahrzeugen gestartet, wie die Polizei Osnabrück mitteilte. Im Verlauf der Fahrt wuchs er dann deutlich an: Bis zur Landesgrenze bei Wolfsburg seien bereits 82 Fahrzeuge beteiligt gewesen. Die Kolonne, die nicht auf der Autobahn fahren durfte, habe zeitweise eine Länge von rund 2,5 Kilometern erreicht. Die Polizei begleitete den Konvoi durchgehend mit Streifenwagen und Motorrädern.
Organisator Sebastian Bormann aus Emden, ein Unternehmer für Hausmeister-Service, hatte über soziale Netzwerke zu dem Protest aufgerufen. Die Videos wurden seinen Angaben zufolge hunderttausendfach geklickt.
Das waren wohl gestern doch ein paar Autos mehr auf der Tour von Emden nach Berlin als berichtet wurde – ich hatte was von 30-35 Autos gelesen. Auf jeden Fall eine starke Aktion, auch wenn es noch viel mehr hätten sein können aber wenigstens macht mal einer was. pic.twitter.com/iYyvuMTVkK
— Michael 🇩🇪 (@Bundeskanz50246) April 18, 2026