Sprit bald drei Euro? Nahost-Krise und Steuern treiben Benzin- und Dieselpreis auf Allzeithoch!

Die Spritpreise in Deutschland explodieren als Folge des wieder eskalierenden Nahostkonflikts. Den Rest besorgt der Staat in Gestalt von Ökosteuern und Mehrwertsteuer. Experten erwarten weitere Höchstpreise. Wird an deutschen Tankstellen demnächst die Drei-Euro-Schallmauer durchbrochen?

Der Benzinpreis an den deutschen Tankstellen hat am Wochenende ein neues Allzeithoch erreicht. Der Liter Super E10 kostete am Sonntag (13. September) im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,273 Euro, wie der ADAC in München mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstpreis von März 2022 übertroffen. Der Preis für Diesel stieg ebenfalls weiter an und erreichte laut ADAC im Schnitt 2,404 Euro pro Liter. Aktuell verharren die Preise auf diesem für viele Autofahrer nicht mehr bezahlbarem Niveau.

Der Grund für die rasant steigenden Preise ist der hohe Preis für Rohöl. Er legte angesichts der weiter zunehmenden Spannungen in der Golfregion erneut deutlich zu. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent lag am Montagmorgen (14. September) bei über 107 Dollar, der für die US-Sorte WTI bei fast 103 Dollar. Die für den weltweiten Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus ist faktisch blockiert. Mit der Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer steht zudem eine weitere wichtige Transportroute zunehmend unter Druck: Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über die Meerenge übernommen. Der weltgrößte Ölproduzent Saudi-Arabien, der im Jemen die gegen die Huthis kämpfenden Regierungstruppen unterstützt, schloss vorübergehend die wichtige Ost-West-Pipeline nach Drohnenangriffen.

Die AfD fordert mit Blick auf die rasenden Spritpreise eine drastische Senkung der Energiesteuern auf das europäische Mindestmaß sowie die vollständige Abschaffung der CO₂-Bepreisung. Zudem verlangt die Partei eine zeitlich begrenzte Senkung der Umsatzsteuer für Kraftstoffe auf sieben Prozent.

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