Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat in der ARD-Sendung „Caren Miosga“ einen verzweifelten Versuch unternommen, zu retten, was nicht mehr zu retten ist: seine heillos zerstrittene Chaos-Koalition! Merz „hoffte“ viel, „appellierte“ noch mehr und forderte mit Blick auf jüngste SPD-Attacken namentlich gegen ihn, die Genossen sollten „verbal abrüsten“.
Der CDU-Chef machte aber auch deutlich, dass der Druck auf ihn in der Union wächst, an der schwarz-roten Koalition nicht um jeden Preis festzuhalten: „Es gibt in der CDU einen größer werdenden Unmut, auch in der CSU, über Kompromisse, die wir miteinander machen.“
Merz verwies auf seine Wiederwahl zum Parteichef auf dem Stuttgarter CDU-Parteitag im Februar mit einem „sehr guten“ Ergebnis. Dieses gebe ihm einen großen Handlungsspielraum. Dann fiel der Satz des Abends: „Aber ich habe keine Vollmacht, die CDU umzubringen. Das hat mir die Partei nicht erlaubt und das habe ich auch nicht vor.“ Die SPD warnte er davor, zu glauben, sie könne mit der CDU „machen, was sie will“. Es gebe keine linke Mehrheit in Deutschland.
Allen Ernstes behauptete Merz, die Koalition sei gut vorangekommen, habe vieles erreicht und nannte in diesem Zusammenhang – Witz komm raus, du bist umzingelt! – die Asylpolitik!