CDU-Küstensolidarität: Schleswig-Holstein nominiert Angela Merkel für Bundespräsidenten-Wahl – Wen will Merz?

Die Masseneinwanderungskanzlerin Angela Merkel (CDU) kehrt auf die bundespolitische Bühne zurück – zumindest für einen Tag. Laut Medienberichten hat die CDU-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein die Altkanzlerin als Wahlfrau auf Platz eins ihrer Delegiertenliste für die Bundesversammlung Ende Januar 2027 gesetzt. Diese wählt das neue Staatsoberhaupt, also den oder die Nachfolger(in) des scheidenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

Man könnte sozusagen von CDU-Küstensolidarität sprechen: Weil die CDU in Mecklenburg-Vorpommern im September aus dem Schweriner Landtag geflogen ist, fehlt der dortigen Union das Mandat, Merkel von ihrer alten politischen Heimatbasis zu nominieren. Nun helfen die Parteifreunde in Kiel unter dem Merkel-Paladin Daniel Günther aus. CDU-Fraktionschef Tobias Koch erklärte, man habe Merkel „gerne und aus voller Überzeugung“ nominiert.

Ines wer?

Inzwischen dreht sich in der Union munter das Kandidaten-Karussell für die Steinmeier-Nachfolge. Nachdem CSU-Chef Markus Söder die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) vorgeschlagen hat, werden aus der CDU weitere Namen lanciert:

Wunschkandidatin von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) soll laut Medienberichten angeblich die hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Ines Claus sein, die selbst in der eigenen Partei kaum jemand kennt. Wes Geistes Kind diese Frau ist, gab sie 2020 in einem Video zum Besten: Claus ließ sich in der heimischen Wohnung im Schneidersitz auf dem Boden kauernd nieder, wo sie mittels Zettelchen und Bauklötzen über den angeblich hochgefährlichen Vormarsch von Corona in Hessen aufklärte: „Aber eine Sache ist klar, das Virus wächst ganz schnell.“ Deshalb sei es wichtig, die staatlichen Maßnahmen einzuhalten. Außerdem forderte sie die Bürger auf, „soweit es geht, auch soziale Kontakte nicht mehr wahrzunehmen“.

Inzwischen machen in Berlin Spekulationen die Runde, dass die Hessin nur ein Ablenkungsmanöver sei und Merz eigentlich Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) im Schloss Bellevue sehen wolle. Was Sinn machen würde insofern, als Prien, die eine Vertraute des CDU-Linken Daniel Günther in Kiel ist, unlängst gemeint hatte, die CDU sei noch immer “zu konservativ”.

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