Der bekannte österreichische Migrationskritiker und Europa-Aktivist Martin Sellner ist am Donnerstag (29. Oktober) von den französischen Behörden am Flughafen Beauvais bei Paris festgesetzt worden. „Morgen werde ich abgeschoben. Bald wird man mir auch mein Handy abnehmen“, teilte Sellner über die Plattform X mit und veröffentlichte dazu ein Foto des behördlichen Bescheids.
Sellner wollte am (heutigen) Freitag in einer Pariser Buchhandlung sein aktuelles Buch „Remigration“ vorstellen und eine Signierstunde abhalten. Offenbar auf Druck linker Gruppierungen schritten die französischen Behörden ein – unter dem Vorwand der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung.
Appell an Franzosen
Neben dem Einreiseverbot gegen Sellner innerhalb der EU verbot der zuständige Regionalpräfekt für das Wochenende auch einen patriotischen Kongress zum Thema Remigration in einem Pariser Vorort sowie eine für Sonntag geplante Demonstration. Das harte Vorgehen des Staatsapparates erfolgt rund sechs Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl. Ganz offensichtlich versucht das Macron-System, so der Eindruck von Beobachtern, unliebsame Debatten über den Zustand der Republik im Keim zu ersticken.
Trotz der Festsetzung gab sich Martin Sellner kämpferisch: „Man kann Menschen aufhalten, aber keine Ideen. Die Rückwanderung wird trotzdem stattfinden.“ Der Österreicher rief die französischen Patrioten dazu auf, gewaltfrei, aber bestimmt für die Zukunft ihrer Nation und für die freie Meinungsäußerung einzutreten.