Mit dem Versprechen, Frankreich seine Würde zurückzugeben, hat Marine Le Pen, Präsidentschaftskandidatin des Rassemblement National (RN), beim Parteitag der französischen Patrioten am Wochenende in Orléans offiziell den Wahlkampf eröffnet. Umfragen sehen die 58-Jährige bei den Wahlen am 18. April bzw. 2.Mai (Stichwahl) deutlich vorne.
In den Wahlkampf um das französische Präsidentenamt startet die rechtsnationale Kandidatin mit einem breiten Lächeln – und nach den bürgerkriegsähnlichen Unruhen mit viel Rückenwind. Sie wolle Frankreich seine „Macht, seine Größe und seine Ausstrahlung“ zurückgeben, verkündete Le Pen voller Pathos beim RN-Kongress, der symbolträchtig in Orléans stattfand. Sie selbst hat sich in der Vergangenheit immer wieder mit der französischen Nationalheiligen Johanna von Orléans (Jeanne d’Arc) verglichen.
Die anhaltenden Krawalle im Land geben der RN-Kandidatin zusätzlich Auftrieb. Mit dem Versprechen einer „Wiedergeburt“ Frankreichs startet Le Pen nach Einschätzung politischer Beobachter jedenfalls als klare Favoritin in den Präsidentschaftswahlkampf.