Gewinner und Verlierer der Woche

Gewinnerin der Woche

Wenn es um den Kampf gegen den linksgrün-woken Einheitsbrei im Kulturbetrieb geht, führt an ihr kein Weg vorbei: Susanne Dagen (54), Dresdner Buchhändlerin, Verlegerin und AfD-Stadträtin. Während die etablierte Kulturszene vor dem System kuscht und in Cancel Culture erstarrt, schafft Dagen Foren für die Meinungsfreiheit und den offenen Diskurs.

Ihr Vorzeige-Projekt ist die alternative Buchmesse „SeitenWechsel“, die in diesem Jahr am 7. und 8. November zum zweiten Mal in der Messe Halle (Saale) stattfindet. Gegründet als Akt der Selbstbehauptung, hat sich das Format längst zum wichtigsten Treffpunkt für das konservative und patriotische Deutschland entwickelt.

Wo die Mainstream-Messen ausgrenzen, bietet „SeitenWechsel“ eine tolerante Bühne für all jene, die sich den Mund nicht verbieten lassen. Mag die selbsternannte „Zivilgesellschaft“ noch so sehr schnappatmen – „die Leute wollen sich nicht mehr vorschreiben lassen, was sie lesen dürfen“, sagt die streitbare Sächsin Susanne Dagen, die ihre Branche inzwischen als „vollkommen verblödet“ bezeichnet.

Für das patriotische Großereignis im November hat die Dresdner „Frau der Bücher“ ein mediales und publizistisches Netzwerk geschmiedet, das der etablierten Konkurrenz erfolgreich Paroli bietet. Neben prominenten Köpfen wie Henryk M. Broder, Ulrike Guérot oder Vera Lengsfeld steht die geballte Schlagkraft der alternativen Medien hinter dem Projekt: Mit dabei sind selbstverständlich der Deutschland-Kurier, AUF1, die Junge Freiheit, Kontrafunk und Tichys Einblick. Diese Medien garantieren, dass die Stimme der Vernunft sich nicht einschüchtern lässt.

Der Deutschland-Kurier meint: So geht (r)echter Kulturkampf!

Verlierer der Woche

Friedrich Merz (70/CDU) hat sich wieder einmal selbst übertroffen: Gleich dreimal lieferte der Kanzler den Schwachsinn der Woche ab! Drei irre Thesen, drei groteske Realitätsverweigerungen:

1. Die Geschichtsumschreibung vom Türken-Aufbau: Merz behauptete beim Festakt zum Anwerbeabkommen mit der Türkei allen Ernstes, die türkischen Gastarbeiter hätten nach dem Krieg das Land aufgebaut. Was für ein historischer Humbug! Das deutsche Wirtschaftswunder war 1961, als das Abkommen unterzeichnet wurde, längst in vollem Gange. Die „Trümmerfrauen“ und die Kriegs-Heimkehrer hatten die neue Bundesrepublik zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Boden der zerstörten Städte gestampft. Die Gastarbeiter kamen, um den akuten Arbeitskräftemangel einer boomenden Wirtschaft zu füllen – sie haben das Fundament nicht gegossen.

2. Die Remigrations-Lüge: Der Begriff „Remigration“ sei ein „Unwort“ und ein „Angriff auf das moderne Deutschland“, sagte Merz ebenfalls beim Türken-Festakt. Aha: Wer geltendes Recht umsetzen und ausreisepflichtige Ausländer konsequent abschieben will, ist quasi ein Abschiebe-Terrorist, der den Rechtsstaat „angreift“. Nur mal so als Beispiel: Inzwischen leben rund eine Million Syrer in Deutschland, obwohl der ursprüngliche Fluchtgrund bei den allermeisten längst entfallen ist. Die ungesteuerte Zuwanderung sprengt unsere Sozialsysteme, Schulen und den Wohnungsmarkt.

3. Russland-Paranoia statt Reformen: Den Vogel abgeschossen hat Merz beim Berlin Global Dialogue: „Meine größte Sorge im Moment ist nicht unsere Wirtschaft (…), sondern die Einwirkung Russlands auf unsere Gesellschaft.“ Man hat immer mehr den Eindruck, dass „der Russe kommt“ regelrecht herbeigeredet wird, um vom eigenen Versagen abzulenken. Fakt ist: Bis heute konnte „dem Russen“ nicht ein einziger Anschlag in Deutschland hieb- und stichfest nachgewiesen werden. Nachweisbar ist aber laut ifo-Institut, dass die deutsche Industrie seit 2019 fast eine halbe Million Arbeitsplätze verloren hat!

Der Deutschland-Kurier meint: Einfach mal eine Woche die Klappe halten, Herr Merz!

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