Machtwechsel: Andy Burnham ist neuer Premierminister von Großbritannien

Andy Burnham ist durch König Charles III. zum neuen Premierminister Großbritanniens ernannt worden. Der frühere Bürgermeister von Manchester ist Nachfolger von Keir Starmer, den er bereits am Freitag (17. Juli) als Chef der Labour-Party ersetzt hatte. Der König beauftragte Burnham mit der Regierungsbildung.

Der wegen seiner Beliebtheit in Manchester oft als „König des Nordens“ bezeichnete Labour-Politiker gilt als Hoffnungsträger seiner gebeutelten Partei, die zuletzt bei den Kommunalwahlen im Vereinigten Königreich durch die national-konservative Partei Reform UK von Nigel Farage regelrecht dezimiert wurde. Die Farage-Partei liegt auch in Umfragen landesweit teils deutlich vorne.

Verstaatlichung und Regionalisierung als Ziel

Der 56 Jahre alte Burnham selbst sieht sich als ein Mann der Basis. Er gilt als klassisch sozialdemokratischer, links der Mitte verorteter Labour-Politiker. Wirtschaftspolitisch tritt er nach eigenen Worten für einen „unternehmensfreundlichen Sozialismus“ ein, was immer das heißen mag. Der neue Premier steht vor einem Problemberg, den sein woker Vorgänger Starmer ihm hinterlässt. Die britische Wirtschaft kriselt, außenpolitisch verliert die Nation an Bedeutung, und die Briten leiden zunehmend unter sozialer Ungleichheit, Wohnungsnot und hohen Energiekosten.

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