Die AfD zieht den Unionsparteien CDU und CSU in der Wählergunst immer weiter davon. Einer repräsentativen Umfrage des Instituts YouGov zufolge legt die Partei in der Sonntagsfrage (Bundestagswahl) noch einmal einen Punkt gegenüber dem Vormonat zu und steht jetzt bei 28 Prozent. Die Union kommt nur noch auf 22 Prozent (-1). Der kritische „Kipppunkt“, bei dem es zum Sturz von Kanzler Friedrich Merz (CDU) durch die eigene Partei kommen könnte, rückt näher.
Die YouGov-Daten dürften die Unions-Abgeordneten jedenfalls noch nervöser machen als ohnehin schon: Einen Vorsprung der AfD von inzwischen sechs Prozentpunkten vor CDU und CSU zusammen gab es bislang noch in keiner Umfrage. Der „Kipppunkt“ 20:30, bei dem es nach Einschätzung politischer Beobachter in der Union zur offenen Rebellion gegen Kanzler Friedrich Merz (CDU) kommen dürfte, ist nicht mehr weit weg!
Parallel verliert Merz weiter an Rückhalt. Laut YouGov bewerten nur noch 15 Prozent der Befragten seine Arbeit als gut – fünf Punkte weniger als im April. 81 Prozent halten sie für schlecht, sechs Punkte mehr als im Vormonat. Besonders deutlich fällt der Rückgang unter den Anhängern von CDU/CSU und SPD aus. Auch Forsa kommt zu ähnlichen Werten: 14 Prozent zeigen sich mit Merz zufrieden, 84 Prozent nicht.
Meck-Pomm: AfD bei 36 Prozent!
Gut vier Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern (22.September) bleibt die AfD auch in dem nordöstlichen Bundesland einer Umfrage zufolge stärkste politische Kraft. 36 Prozent der Wähler würden der Partei ihre Stimme geben, wie aus der neuesten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hervorgeht. In Sachsen-Anhalt (Wahl am 6.September) hatte Infratest dimap die AfD zuletzt mit 41 Prozent gemessen. Damit rückt für Spitzenkandidat Ulrich Siegmund eine absolute Mehrheit als erster AfD-Ministerpräsident Deutschlands in greifbare Nähe.