Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose deutlich gesenkt. Wegen des Iran-Kriegs mit in der Folge stark gestiegenen Energiepreisen werde es 2026 in Deutschland voraussichtlich nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent geben, teilten die Institute mit. Vor einem halben Jahr hatten sie noch mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet.
Schon 0,5 Prozent weniger Wirtschaftswachstum haben aus Sicht von Ökonomen spürbare negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, insbesondere in einer ohnehin anhaltend schwachen Konjunkturphase. Entsprechend fallen die Arbeitslosenzahlen für den Monat März enttäuschend aus.
Von der üblicherweise für die Jahreszeit zu erwartenden Frühjahrsbelebung ist weit und breit nichts zu spüren. Die Zahl der Arbeitslosen ging im März nur geringfügig zurück und sank im Vergleich zum Vormonat um gerade einmal 49.000. Die Gesamtzahl der Erwerbslosen blieb mit 3,021 Millionen weiter oberhalb der Drei-Millionenmarke, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat waren das 54.000 Arbeitslose mehr!