Sanktions-Irrsinn: Hohe Energiekosten zwingen immer mehr Fabriken in Deutschland zur Aufgabe

Man hat sich fast daran gewöhnt: In Deutschland werden jeden Tag im Schnitt rund 65 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Mal hier, mal dort wird eine Fabrik geschlossen. Die täglichen Hiobsbotschaften, die vom Niedergang der Industrienation Deutschland künden, nehmen viele Menschen beinahe schon abgestumpft hin: Na und? Oder frei nach Robert Habeck („Grüne“): „Unternehmen sind nicht insolvent, sie hören nur auf zu verkaufen.“

Das Statistische Bundesamt liefert immer wieder aktuelle Zahlen, aus denen sich ersehen lässt, wie in Deutschland die Deindustrialisierung infolge der vor allem dem Sanktions-Irrsinn gegenüber Russland geschuldeten hohen Energiekosten dramatisch voranschreitet.

Dies betrifft insbesondere energie-intensive Branchen. Seit Februar 2022 ist die Produktion dieser Industriezweige um insgesamt 15,2 Prozent gesunken. Zur energie-intensiven Industrie zählen Metallverarbeitung, Glas-, Porzellan- und Papierherstellung, die chemische Industrie, die Herstellung von Baustoffen wie Beton und Zement sowie die Mineralölindustrie. Insgesamt stehen die energieintensiven Industrien für drei Viertel des gesamten industriellen Energieverbrauchs.

Der Rückgang ist aber auch innerhalb dieser Branchen nicht gleichmäßig verteilt. Bei Glas, Glaswaren und Keramik liegt der Rückgang in diesen vier Jahren bei 25 Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass Glasschmelzen sich nicht wieder anfahren lassen, sondern neu gebaut werden müssen, und eine ganze Reihe dieser Schmelzen bereits 2022 aufgegeben hatte.

Bei den Baustoffen ist der Rückgang mit knapp 30 Prozent sogar noch stärker. In der Metallverarbeitung fiel der Rückgang mit „nur“ 12,9 Prozent vergleichsweise noch moderat aus. Ein einziger Sektor der energie-intensiven Industrien zeigte allerdings einen Zuwachs: die Mineralölverarbeitung. Dort ist die Produktion im Vergleich zu 2022 um 24,6 Prozent gestiegen.

Verbunden mit dem Produktionsrückgang ist auch ein Rückgang in der Beschäftigung. Hier war die Papierindustrie am stärksten betroffen, mit dem Verlust von 10.200 Stellen oder 8,6 Prozent der Beschäftigten. In der Metallverarbeitung verschwanden 16.000 Arbeitsplätze oder 7,1 Prozent, bei Glas und Glaswaren und in der Baustoffindustrie waren es 9.800 oder 6,4 Prozent. In der Mineralölindustrie arbeiteten hingegen 1.000 Beschäftigte oder 5,8 Prozent mehr.

Neueste Beiträge

Beliebteste Beiträge

Ähnliche Beiträge