Beim Sportwagenbauer Porsche stehen weitere Einschnitte bevor. Der neue Vorstandschef Michael Leiters kündigte bei der Bilanzvorlage in Stuttgart an, dass das bereits laufende Sparprogramm noch einmal deutlich verschärft werde. „Ja, und das wird auch weiteren Stellenabbau einschließen“, sagte Leiters.
Wie viele Arbeitsplätze betroffen sein könnten, ließ der Manager offen. Man müsse zunächst Gespräche mit den Sozialpartnern führen, erklärte er. Details oder einen Zeitplan nannte er nicht. Klar sei jedoch, dass mit „Hochdruck“ an Maßnahmen gearbeitet werde.
Porsche befindet sich seit Längerem im Krisenmodus. Schon vor Leiters’ Amtsantritt war ein Sparpaket vereinbart worden: Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart rund 1.900 Stellen sozialverträglich abgebaut werden. Zudem liefen die Verträge von etwa 2.000 befristet Beschäftigten aus. Insgesamt wurden damit bereits rund 3.900 Stellen reduziert.
Damit setzt sich der Niedergang beim einstigen Renditevorzeigekonzern fort. Die Entwicklung bei Porsche steht exemplarisch für die angespannte Lage der deutschen Automobilindustrie insgesamt. Hohe Energiepreise, regulatorischer Druck, globale Handelskonflikte und eine stockende Nachfrage in wichtigen Auslandsmärkten erhöhen den Anpassungsdruck.