Nach Ausfällen gegen die AfD: Steht Marion Horn vor dem Rauswurf als „Bild“-Chefin?

Auf den Fluren des Axel-Springer-Verlags brodelt es heftig. Laut Verlags-Insidern verdichten sich die Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende Ablösung von Marion Horn als Vorsitzende der „Bild“-Chefredaktion. Nach ihren Ausfällen gegen die AfD („Fuck AfD“) und dem indirekten Eingeständnis, sich zur Handlangerin der Regierungspropaganda gemacht zu haben, gilt Horn intern als kaum noch tragbar. Verlagschef Mathias Döpfner soll toben. Offenbar hagelt es bei Springer massive Abo-Kündigungen.

Auslöser ist ein (autorisiertes) Interview Horns mit dem Branchenmagazin „kress“. Darin brüstete sich die „Bild“-Chefredakteuse damit, dass in ihrem Büro ein Poster hänge, auf dem ein Sportflugzeug das Banner „Fuck AfD“ hinter sich herziehe: „Das ist meine Haltung.“

Zudem erklärte Horn, die als große Verehrerin der Masseneinwanderungskanzlerin Angela Merkel (CDU) gilt, sie würde sich niemals mit Alice Weidel (AfD) fotografieren lassen. Sie behauptete allen Ernstes, der Anteil der AfD-Wähler unter den Lesern bzw. Usern der „Bild“-Formate (Print und digital) liege „deutlich unter zehn Prozent“.

Hilfloses Rumgeeiere

Als das laut Horn eigentlich nur für die Branche gedachte Interview breite Wellen schlug, eierte die „Bild“-Chefin hilflos rum und redete sich immer tiefer in die sprichwörtliche Sch…..!

Horn behauptete plötzlich, der Spruch („Fuck AfD“) sei „dumm“ gewesen und sie habe sich vom Interviewer Markus Wiegand „provozieren“ lassen. Wiegand widersprach dieser Darstellung umgehend. Fakt ist: Das Interview wurde vor dem Druck wortgenau von Horn selbst und der Springer-PR-Abteilung ordnungsgemäß autorisiert. Von einer spontanen „Provokation“ kann also in keinster Weise die Rede sein.

Das Beste: Horn gab zu, in ihrem Büro hänge besagtes Anti-AfD- Poster gar nicht. Weil es das nicht gebe. Offenbar gibt es nur ein kleineres Foto, worauf „Scheiß AfD“ stehen soll.

Eilig schob Horn nach, sie wähle „auch die Grünen nicht und die Linke auch nicht“ – womit sie implizit zu erkennen gab, sie wähle entweder CDU oder SPD. Peinlicher geht’s nimmer: Als ob irgendjemanden interessiert oder interessieren sollte, was die „Bild“-Chefin wählt!

Vorgänger Reichelt rechnet mit Horn ab

Ex-„Bild“-Chef Julian Reichelt zerpflückte seine Nach-Nachfolgerin Horn im NIUS-TV gnadenlos: Reichelt zeigte sich fassungslos darüber, dass die Chefredakteurin der größten deutschen Boulevardzeitung eine Kampfparole der sogenannten „Antifa“ übernehme. Er bezeichnete Horns Aussagen als eine „selbstmörderische Äußerung für die Marke Bild“.

Reichelt nahm zudem Horns krude Leserstatistik in Bezug auf Parteipräferenzen genüsslich auseinander. Demnach müsste die CDU etwa doppelt so viele und die SPD dreimal so viele Wähler haben, wie beide tatsächlich haben.

FAZIT: Horn hat Millionen ihrer Leser vor allem in Ostdeutschland vor den Kopf gestoßen. Im Berliner Springer-Tower heißt es hinter vorgehaltener Hand, Horns Tage an der Spitze von „Bild“ seien gezählt. Der Vorstand verzeihe vieles – aber nicht, wenn die Marke „Bild“, die trotz galoppierender Auflagenschwindsucht der Print-Ausgabe noch immer die Cash-Cow des Verlages ist, durch handwerkliche Fehler beschädigt werde.

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