Der Kanzler-Sturz in der CDU scheint zumindest vorerst abgesagt: Alle acht Ministerpräsidenten der CDU haben sich vor dem Hintergrund der Spekulationen über die politische Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gegen Personaldiskussionen gewandt.
„Die Menschen können darauf vertrauen, dass wir ihre Probleme angehen. Als Ministerpräsidenten wollen und werden wir gemeinsam mit dem Bundeskanzler unseren Beitrag dazu leisten“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der CDU-Länderchefs.
Unterzeichnet haben Daniel Günther (Schleswig-Holstein), Michael Kretschmer (Sachsen), Boris Rhein (Hessen), Gordon Schnieder (Rheinland-Pfalz), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt), Mario Voigt (Thüringen), Kai Wegner (Berlin) und Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen).
Sie betonen: Der Weg zu neuem Vertrauen der Menschen in die Christdemokratie führe über „das Zuhören und politisches Handeln, nicht über Personaldiskussionen“. Das politische Deutschland brauche „jetzt mehr denn je Stabilität. In dieser Lage kommt es jetzt auf die Geschlossenheit, die Tatkraft und einen klaren Kurs der deutschen Christdemokratie an.“
Für politische Feinschmecker: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gehört nicht zu den Unterzeichnern! Er ist zwar kein CDU-Ministerpräsident, aber ein Unions-Ministerpräsident. Dem Vernehmen nach soll er angefragt worden sein, aber abgesagt haben mit dem dreimal bauernschlauen Hinweis, es handele sich bei der Merz-Diskussion um eine innere Angelegenheit der Schwesterpartei. Demzufolge gebe es auch keine Notwendigkeit für eine Erklärung der „Unions- Ministerpräsidenten“.
