Bei dem Blutbad in einer Jugendhilfeeinrichtung im Zentrum von Stade bei Hamburg sind am Montag (29. Juni) nach letztem Stand sechs Menschen ums Leben gekommen. Fünf Opfer, darunter vier Frauen, starben noch am Tatort. Eine weitere Person erlag am Abend im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Weitere Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Im Tatort-Gebäude sind Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht.
Zum Hintergrund des Geschehens in der niedersächsischen Hansestadt (50.000 Einwohner) und zur Identität der Tatverdächtigen machte die Polizei zunächst keine Angaben. Zeugen wollen bis zu 15 Schüsse gehört haben.
Die Polizei stoppte zwei Tatverdächtige (Mann, Frau) in einem Mercedes-Coupé, bei dem es sich auf Fotos erkennbar um eine in einschlägigen Migranten-Milieus beliebte Tuning-Variante handelt. Einen Bezug zur Clankriminalität schloss die Polizei „nach ersten Erkenntnissen“ aber aus. Die Ermittler gehen laut Medienberichten wohl von einer Beziehungstat und drei Tatbeteiligten aus.