Sogenannter „Extremismusforscher“ erwartet zunehmende Bereitschaft, AfD zu wählen

Der sogenannte „Extremismusforscher“ Gideon Botsch sieht (befürchtet) eine massiv steigende Offenheit der Wähler zugunsten der AfD: „Wir gehen davon aus, dass die Bereitschaft, die AfD zu wählen, massiv gestiegen ist und das Stigma, was mit der AfD-Wahl verbunden sein mag, deutlich geschmolzen ist“, sagte Botsch der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der „Politikwissenschaftler“ leitet die Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam. In jüngsten Umfragen (INSA) erreichte die AfD bundesweit in der Sonntagsfrage bis zu 29 Prozent.

Die AfD hat nach Einschätzung des „Forschers“ auch durch eine schärfere Migrationspolitik mehr Anhänger bekommen. „Wir haben die AfD in Brandenburg schon lange mit einer Stammwählerschaft von bis zu einem Viertel der Bevölkerung taxiert“, sagte Botsch. „Besonders seit etwa 2023 hat die AfD ihre Klientel deutlich ausweiten können. Das hängt mit der Bundespolitik zusammen, mit dem deutlichen Versuch, die AfD rechts zu überflügeln seitens der Unionsparteien.“

Die übrigen Parteien ziehen sich nach Ansicht von Bosch aus der Fläche zurück: „Wir müssen uns, glaube ich, keine Illusionen darüber machen, dass die AfD gute Chancen hat, in den kommenden Jahren weitere kommunale Spitzenämter zu erringen, insbesondere auf der Ebene der Bürgermeister.“

Neueste Beiträge

Beliebteste Beiträge

Ähnliche Beiträge