Iran-Krieg: Neue Vermittlungsrunde in Islamabad – Keine bilateralen Gespräche geplant

In der pakistanischen Hauptstadt soll es an diesem Wochenende eine neue Vermittlungsrunde über ein Kriegsende im Nahen Osten geben. Die Unterhändler aus Washington und Teheran sind in Islamabad eingetroffen – miteinander sprechen wollten der Iran und die USA zunächst aber nicht. Die Erwartungen wurden in diplomatischen Kreisen deshalb gedämpft.

Beobachter gehen davon aus, dass die Konfliktparteien lediglich Botschaften über pakistanische Vermittler austauschen werden. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi traf sich laut Medienberichten zunächst mit dem pakistanischen Verteidigungsminister, Feldmarschall Asim Munir. Er spielt eine wichtige Rolle bei den Vermittlungen.

Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner wurden ebenfalls zu Gesprächen in Pakistan erwartet. Nach Angaben aus Teheran war jedoch kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant.

Krieg geht an die militärische Substanz der USA

Unterdessen berichtet die New York Times, dass der 38-tägige Krieg gegen Iran die militärischen Kapazitäten der USA erheblich belastet. Wichtige Munitionsvorräte seien nach wochenlangen Einsätzen stark dezimiert. Dem Bericht zufolge haben die US-Streitkräfte rund 1.100 Langstrecken-Stealth-Marschflugkörper – fast die gesamten verfügbaren Bestände – sowie mehr als 1.000 Tomahawk-Raketen, über 1.200 Patriot-Abfangraketen und mehr als 1.000 bodengestützte Angriffssysteme eingesetzt. Dies übersteige bei Weitem die jährlichen Produktionsraten.

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