Angst-Kichern: Gehört Kanzler Friedrich Merz (CDU) auf die Couch?

Die Frage stellt sich! Kanzler Friedrich Merz (CDU) kichert neuerdings merkwürdig vor sich her bzw. in sich rein. Psychologen glauben zu wissen, warum.

Eigentlich müsste die DK-Kolumne „Berlin-intim“ dieses Mal „Berlin-bizarr“ heißen. Ist es Ihnen auch schon aufgefallen, wenn Sie notgedrungen „tagesthemen“ oder „heute journal“ schauen? Friedrich Merz (CDU), der angesichts katastrophaler Umfragewerte weiß Gott keinen Grund zur Freude hat (außer, dass er Angela Merkel doch noch beerbt hat und seinen Duzfreund Selenskyj endlich mit den Milliarden der EU-Steuerzahler beglücken kann), kichert auf der Regierungsbank oder bei öffentlichen Auftritten ohne ersichtlichen Grund.

Psychologen wissen: Dieses Kichern, obwohl man sich des eigenen Scheiterns bewusst ist, hat eine tiefere Bedeutung. Es handelt sich nicht um Freude, sondern um eine unbewusste Reaktion des Gehirns auf extremen Stress. „Das können Überforderung oder Scham sein“, erklärt dieses Phänomen ein Facharzt der Uniklinik Bonn.

Kichern als Ventil der Seele

Es ist im Grunde ein Abwehrmechanismus zur Spannungsregulierung: Lachen bzw. Kichern fungiert als Ventil, um akuten emotionalen Stress und Anspannung abzubauen. Das Gehirn versucht, die schmerzhafte oder beschämende Situation (eben das eigene Scheitern nach nur einem Jahr im Amt) durch eine körperliche Reaktion zu entschärfen.

Theoretisch gibt es für das Merz-Kichern natürlich noch eine andere, allerdings sehr sarkastische Erklärung: Der Betroffene macht sich über das eigene Scheitern lustig, um die Kontrolle über die Situation zurückzugewinnen. Es ist der Versuch, den eigenen Misserfolg durch gespielten Humor quasi zu überspielen. Der Volksmund nennt das „Galgenhumor“.

Angstlachen: Ich kann es nicht!

Die wahrscheinlichere Erklärung dürfte bei Merz aber sogenanntes „Angstlachen“ sein: Wenn Menschen sich in einer Situation schämen oder überfordert fühlen, reagieren sie oft mit nervösem Lachen, das sie nicht unter Kontrolle haben. Hinter diesem Kichern kann sich eine tiefe innere Verzweiflung verbergen – etwa von jemandem, der weiß, dass er nach einem Jahr im Kanzleramt schachmatt ist. „Es ist im Grunde ein stiller Hilferuf“, sagt ein Psychologe.

Der Vergleich mit dem RTL-Dschungelcamp drängt sich auf: „Hilfe, ich bin kein Star – holt mich hier raus!“ (oys)

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