Der Vorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft (DPolG), Manuel Ostermann, hat den „Westdeutschen Rundfunk“ (WDR) scharf kritisiert. Er warf dem linksgrün-woken Sender im Zusammenhang mit den Halloween-Krawallen voreingenommenen Journalismus vor.
Nachdem es in Köln am Samstagabend zu schweren Ausschreitungen am Rande der sogenannten Gen-Z-Proteste gekommen war, machte WDR-Außenreporter Jochen Hilgers das Auffahren eines Polizeiwasserwerfers seitens der Polizei für die Gewalt verantwortlich: „Der Wasserwerfer hat sofort zur Eskalation der Situation geführt und hat auch dazu geführt, dass Unschuldige oder Leute, die damit der Situation gar nichts zu tun hatten, auch in Mitleidenschaft gezogen wurden.“ Nach Meinung des WDR-Reporters hätte es „etwas mehr Fingerspitzengefühl“ der Polizei gebraucht. Das müsse „aufgearbeitet“ werden.
Verständnis für „Jugendproteste“
Auch ein Blick in die morgendliche Presseschau des „Deutschlandfunks“ (dlf) zeigt, wie zumindest ein Teil der Mainstream-Presse die Gewaltorgie vom Wochenende zu relativieren und jeden Eindruck „französischer Verhältnisse“ zu vermeiden versucht.
Fast schon verständnisvoll kommentiert die immer mehr nach links abdriftende „FAZ“: „Die Demonstrationen wurden gekapert. Gewiss von extremen Linken, aber auch von Menschen aus dem migrantischen Milieu. Hier sind nicht zu teure Wohnungen das Problem oder kaputte Schulen, sondern, dass überhaupt keine Bildung oder Erziehung mehr ankommt.“
Der „Weser-Kurier“ aus Bremen fragt sich, woher das Geld für mehr Bildung kommen soll und empfiehlt: „Vielleicht denken die Konservativen noch mal über eine Wiedereinführung der Vermögensteuer und die Progressiven über ein Ende des abschlagsfreien Renteneintritts nach 45 Beitragsjahren nach.“
Die ultralinke „taz“ spielt die Krawalle herunter: „Es ist ein Erfolg, dass 120.000 Menschen solidarisch und friedlich protestiert haben, obwohl nach Kräften versucht wurde, das zu verhindern. Oder vielmehr: Obwohl von rechts maximal versucht wurde, das Krawallnarrativ für die eigene Agenda zu instrumentalisieren.“
„Junge Menschen sind einem Ausmaß an Krisen ausgesetzt, das Angst machen kann“, sorgt sich die „Badische Zeitung“ aus Freiburg und schreibt wohlwollend: „Diese Angst kann in Wut umschlagen, wenn man einen Staat erlebt, der für die Belange dieser Generation zu wenig liefert (…) Eine Demo verliert nicht jede Legitimation, weil dort Vermummte Straftaten begehen.“