„Sich noch mal wie ein Kind fühlen“: SWR verteidigt Berichte über Windelfetisch-Partys

„ABDL“ heißt eine neue Variante der sogenannten Vielfalt hierzulande. Die Abkürzung steht für „Adult Baby / Diaper Lover“ – auf Deutsch „Erwachsenes Baby / Windel-Liebhaber“, also Windelfetisch. Selbstverständlich berichten die öffentlich-rechtlichen Medien auch über diese sexuelle Vorliebe wieder mit viel Verständnis. Der Südwestfunk (SWR) verteidigt seine diesbezügliche Berichterstattung und sorgt damit für einen neuen Shitstorm im Netz.

Ein SWR-Beitrag auf Instagram hat in den sozialen Netzwerken Empörung ausgelöst. Dabei geht es um ein Treffen der Windel-Szene auf einem überdachten sogenannten Indoor-Spielplatz in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Mehlingen (Kreis Kaiserslautern).

In der Einrichtung hatte es zuvor geschlossene Abendveranstaltungen der „ABDL“-Gruppierung gegeben. Öffentlicher Druck führte schließlich dazu, dass weitere geplante Treffen von den Veranstaltern abgesagt wurden.

Der SWR fühlte sich bemüßigt, über die Hintergründe der Szene „aufzuklären“. In dem Instagram-Beitrag kamen unter anderem eine Sexualtherapeutin sowie ein Hersteller von Erwachsenenwindeln zu Wort. Sie erläuterten, dass es den Teilnehmern vor allem um das Ausblenden von Alltagssorgen und ein Gefühl der Geborgenheit gehe – sie wollten sich „praktisch nochmal wie ein Kind fühlen“.

Empörte User werfen dem Sender vor, den Windel-Fetisch zu verharmlosen. Es werde versucht, eine abartige sexuelle Vorliebe in einem kindlichen Kontext zu normalisieren. Zudem werden erhebliche Bedenken hinsichtlich der Hygiene (Nutzung von Spielgeräten und Bällebädern) sowie der generellen Verortung eines solchen Treffens in einer Kindereinrichtung vorgebracht.

Neueste Beiträge

Beliebteste Beiträge

Ähnliche Beiträge