Gekaufte schriftliche Prüfungslösungen, ähnlich aussehende „Stellvertreter“ beim mündlichen Sprachtest von Migranten, kaum Kontrollen: Endlich ist auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) aufgewacht! Ab dem 1. November sollen strengere Regeln beim Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) gelten.
Hintergrund: Im Internet nimmt die illegale Beschaffung von Prüfungsfragen immer größere Ausmaße an, zu den Prüfungen erscheinen oft ähnlich aussehende Personen aus kriminellen Migranten-Netzwerken.
Allein im vergangenen Jahr absolvierten knapp 320.000 Migranten den Sprachtest. Rund 175.000 Mal wurde das Niveau „B1“ vergeben. Dieses ist Grundvoraussetzung für einen unbefristeten Aufenthaltstitel und damit eine spätere Einbürgerung.
Wie viele Zertifikate auf Betrugsmaschen und Identitätstäuschungen beruhen, lässt sich nur erahnen. Mehr als 143.000 Teilnehmer fielen zuletzt durch oder blieben bestenfalls auf dem minimalen „A2“-Niveau (Grundkenntnisse) hängen.
Künftig soll ein Totalausfall beim Schreiben das Bestehen des „B1“-Tests verhindern. Identitätskontrollen sollen verschärft werden.