Relativ friedliche Nacht in Frankreich: Ist es die Ruhe vor dem nächsten Sturm?

Nach den schweren Ausschreitungen am Wochenende ist die vergangene Nacht in Frankreich relativ ruhig verlaufen. Grund dafür waren die von Premierminister Sébastien Lecornu angeordneten lokalen Ausgangssperren, die laut Regierungsangaben weitgehend eingehalten wurden.

Beispiel Paris: Rund um den zentralen Place de la République und das Viertel Les Halles galt von 23:00 Uhr bis 06:00 Uhr ein absolutes Aufenthaltsverbot. Hubschrauber patrouillierten mit Suchscheinwerfern über den Straßen der Hauptstadt. In Nizza sowie mehreren nordfranzösischen Städten galten nächtliche Ausgangssperren für Minderjährige.

Premierminister Lecornu kündigte weitere Ausgangssperren überall dort an, wo es die Sicherheitslage erfordert. Die Regierung droht bei einer weiteren Eskalation von Brandschatzungen und Plünderungen landesweit den Ausnahmezustand zu verhängen. Dann könnte außer der paramilitärischen Gendarmerie auch das reguläre Heer etwa zum Schutz von Gebäuden und Infrastruktur eingesetzt werden.

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