Ex-Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) wird Hinterbänkler. Nach seinem Rückzug vom Fraktionsvorsitz im Leihmutter-Skandal hat er jetzt auch den Vorsitz im mächtigen Bundestags-Haushaltsausschuss aufgegeben.
Hintergrund: Spahn hatte bei einer wichtigen Ausschusssitzung gefehlt und dies intern mit der Erkrankung seines Kindes begründet. Gleichzeitig tauchten jedoch Fotos auf, die ihn mit seiner Familie im Urlaub auf Sardinien zeigten. Mehrere Unions-Haushälter sollen Spahn ultimativ zum Verzicht aufgefordert haben.
Derweil gerät der Ex-Gesundheitsminister im Masken-Skandal weiter unter Druck. E-Mails belegen: Das Gesundheitsministerium kannte seinerzeit den Marktpreis für Corona-Masken von 1,95 Euro, zahlte aber 5,40 Euro an eine Firma im Wahlkreis-Umfeld von Spahn.