Argentiniens Präsident Javier Milei hat seine Rede bei der Herbst-Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) zu einer scharfen Generalabrechnung genutzt. Vor den Delegierten nannte er die UNO eine „nutzlose Organisation, die nur dazu dient, eine Kaste fatal arroganter Parasiten zu ernähren, die sich als wohlmeinende Bürokraten tarnen“. Die von der UNO forcierten Corona-Zwangsmaßnahmen nannte er „Völkermord“.
Milei warf der Weltorganisation in seiner Wutrede vor, sie habe während der Corona-Hysterie wissenschaftliche Evidenz und nationale Souveränität beiseitegeschoben und weltweite Zwangssperren durchgesetzt. Diese hätten Jobs zerstört, die Bildung einer ganzen Kindergeneration ruiniert und Millionen Menschen ein einsames Sterben ohne elementare Versorgung beschert.
Milei wörtlich: „Wo manche einen gesundheitspolitischen Fehler behaupten, sehen wir ein globales Experiment sozialer Kontrolle, getarnt als Wissenschaft. Wenn ein Staat, geblendet von Gesundheitspolitik, seiner Bevölkerung das Recht auf Arbeit, auf Bildung und auf den Abschied von den Toten nimmt – und das zu Millionen vermeidbarer Tote führt –, gibt es dafür ein Wort: Völkermord!“ Der konservative US-Sender Fox News zitierte die Passage fast ungekürzt.
Einmal in Fahrt, war die „Kettensäge“ aus Buenos Aires nicht mehr zu stoppen. Was in seinen Ursprüngen vor 78 Jahren kollektive Sicherheit und Menschenrechte hätte gewährleisten sollen, so Milei, sei gescheitert. Stattdessen hätten die UN „Chaos, Gewalt und internationalen Terrorismus“ zugelassen. „Die angeblichen Verteidiger der Menschenrechte haben blutrünstige Diktaturen und Regime gedeckt, die Frauen auf der Straße steinigen. Sie haben zu Völkermorden an Christen in Afrika geschwiegen.“