Polit-Beben in Mecklenburg-Vorpommern: CDU droht Rauswurf aus erstem deutschen Landtag! AfD siegt vor SPD – Kommunisten triumphieren in Berlin

Es ist ein epochales Wahlbeben nur zwei Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern droht die CDU zum ersten Mal in ihrer Geschichte aus einem deutschen Landtag zu fliegen! Die AfD geht der ersten ARD-Hochrechnung zufolge nach Thüringen und Sachsen-Anhalt im dritten ostdeutschen Bundesland als stärkste Kraft hervor. In der Hauptstadt Berlin triumphieren die Kommunisten.

Die CDU in Schockstarre: Beim Wahlkrimi in Mecklenburg-Vorpommern droht der Union erstmals in ihrer Geschichte das parlamentarische Aus! Die CDU mit Spitzenkandidat Daniel Peters verliert laut ARD-Hochrechnung von 18.28 Uhr dramatisch und erreicht nur noch 5,4 Prozent (2021: 13,3 Prozent). Das ZDF sah die CDU mit 5,1 Prozent sogar nur noch einen Schritt vor dem Abgrund.

AfD mehr als doppelt so stark

Nach der ersten ARD-Prognose liegt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei 35,6 Prozent (2021: 39,6 Prozent). Die AfD unter ihrem Spitzenkandidaten-Duo Leif-Erik Holm und Enrico Schult kann ihr Ergebnis von der letzten Landtagswahl mehr als verdoppeln und erreicht 37,1 Prozent.

Die vorläufigen Ergebnisse im Nordosten im Überblick (ARD-Prognose 18.28 Uhr):

  • AfD: 37,1 (+20,4)
  • SPD 35,6 (-4,0)
  • CDU 5,4 (-7,9)
  • Linke 7,4 (-2,5)
  • „Grüne“: 5,5 (-0,8)
  • FDP: 1,1 (-4,7)
  • BSW: 5,0.

Berlin-Wahl

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zeichnete sich laut ARD am frühen Abend folgender Trend ab:

  • Linke: 24,5 Prozent (+12,3)
  • CDU: 20,0 Prozent (−8,2)
  • AfD: 16,0 Prozent (+6,9)
  • „Grüne“: 15,5 Prozent (−2,9
  • SPD: 12,0 Prozent (−6,4)
  • BSW: 5,0 Prozent.


Merz klebt weiter am Amt

Ungeachtet eines am frühen Abend drohenden Rausfliegens der CDU aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und trotz herber Verluste in Berlin klammert sich Bundeskanzler Friedrich Merz weiter an sein Amt. Das machte Merz in einer ungewöhnlichen Erklärung gleich nach Bekanntwerden der ersten Prognose zum Ausgang der beiden Landtagswahlen deutlich.

Merz hatte in der CDU-Parteizentrale das Präsidium seiner Partei, dem auch qua Amt die CDU-Ministerpräsidenten angehören, zu einer Krisensitzung einberufen. Der Kanzler betonte, dass er und seine Regierung für eine vierjährige Amtszeit gewählt seien und er diese nutzen werde, um das Land aus der Krise zu führen. Ein Aufgeben stehe für ihn weiterhin nicht zur Debatte.

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