Gegen das Vergessen: Trauerwache Deutschland gedenkt der Opfer der Masseneinwanderung

Am Wochenende fand auf dem Römerberg in Frankfurt am Main die inzwischen traditionelle Trauerwache Deutschland statt. Es handelt sich um eine jährliche öffentliche Gedenkkundgebung mit anschließendem Trauermarsch. Erinnert wird an die zahllosen „Einzelfälle“, die seit der Masseneinwanderung 2015 durch Gewalttaten ums Leben gekommen sind – seien es Terroranschläge oder Tötungsdelikte im Zusammenhang mit sogenannten Schutzsuchenden. Im Mittelpunkt steht das würdige Gedenken an die Opfer. Ihnen soll symbolisch ein Gesicht und eine Stimme gegeben werden, zumal viele Schicksale nur wenig öffentliche oder mediale Aufmerksamkeit erfahren haben.

Gleichzeitig bietet die Trauerwache Deutschland auch Angehörigen, Überlebenden sowie Einsatz- und Rettungskräften die Möglichkeit, persönliche Gedanken und Erinnerungen öffentlich zu teilen. Ziel ist es, gemeinsam innezuhalten, Trost zu spenden und ein sichtbares, verbindendes Zeichen der Trauerkultur zu setzen. Die Aktion bietet eine moderne, konfessionslose Alternative zu traditionellen Gedenktagen wie Allerheiligen. Auf diese Weise soll Trauer vor allem für jüngere Menschen sichtbarer und zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis werden.

Hunderte Menschen gedachten am Samstag (19.September) auf dem Frankfurter Römerberg der Opfer von Gewaltverbrechen vor allem seit 2015. Angehörige berichteten von ihrem Schmerz, ihrer Wut und von ihrem Kampf gegen das Vergessen. Sie forderten staatliches Handeln gegen die zunehmende Gewaltkriminalität und kritisierten eine Politik, von der sie sich im Stich gelassen fühlen.

Aus ganz Deutschland waren die Trauernden in die Main-Metropole gekommen. Gemeinsam zogen sie in einem Trauermarsch durch die Innenstadt. Den Gesichtern sah man vielfach Erschöpfung, aber auch Wut an. Zahlreiche Teilnehmer beklagten, dass Migranten für einen unverhältnismäßig hohen Teil der Gewaltkriminalität verantwortlich seien. Zugleich berichteten sie von einem Gefühl, „darüber nicht offen sprechen zu dürfen, ohne in eine rechtsradikale Ecke gestellt zu werden“, wie das liberal-konservative Portal „Tichys Einblick“ schreibt.

Auf dem Römerberg ergriff auch Michael Kyrath das Wort. 2023 wurden seine Tochter Ann-Marie und deren Freund in einem Regionalexpress in Schleswig-Holstein brutal und heimtückisch ermordet. Der Täter, ein staatenloser Palästinenser, war zum Zeitpunkt des Verbrechens ein bereits abgelehnter Asylbewerber, der zuvor mehrfach wegen Gewaltdelikten straffällig geworden war. Er war erst wenige Tage vor der Tat aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Auf der Website der Trauerwache haben zahlreiche Opfer ein Gesicht.

https://www.trauerwachedeutschland.de/

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