Nach dem „blauen Wunder“ von Magdeburg: Spekulationen über mögliche CDU-Überläufer zur AfD nehmen zu

Vor dem Hintergrund eines möglichen Patts im Landtag von Sachsen-Anhalt für den Fall, dass die AfD ihr Wahlziel einer absoluten Mehrheit knapp verfehlt, aber auch für den Fall, dass sie diese doch noch im Laufe der Wahlnacht erreichen würde, halten sich in Magdeburg hartnäckig und vermehrt Gerüchte über CDU-Abgeordnete, die bereit sein könnten, zur AfD zu wechseln.

Bereits im Vorfeld der Wahl wurde medial spekuliert, dass mehrere CDU-Abgeordnete, die sich einer möglichen Tolerierung einer CDU-geführten Minderheitsregierung durch die Linkspartei verweigern wollen, zur AfD wechseln oder im Landtag für den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund als Ministerpräsidenten stimmen könnten. Die CDU-Führung um Noch-Ministerpräsident Sven Schulze hatte diese Berichte im Wahlkampf strikt zurückgewiesen und betont, man könne sich „auf jeden in der Fraktion“ verlassen.

AfD-Wahlsieger Ulrich Siegmund befeuerte am Wahlabend im RTL-Interview die Spekulationen erneut. Er erklärte, für eine Regierungsmehrheit müssten „es ja nicht immer eine ganze Fraktion sein. Vielleicht sind es ja auch einzelne Abgeordnete.“ Festlegen wollte er sich auf CDU-Überläufer aber nicht.

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