ZDF-Umfrage sieht „Grüne“ im Landtag von Sachsen-Anhalt – Doch wie verlässlich sind die Umfragen des Staatsfunks?

Eine gute Woche vor der Schicksalswahl in Sachsen-Anhalt haben ARD (Infratest dimap) und ZDF (Forschungsgruppe Wahlen) neue Umfragen veröffentlicht, laut denen Ulrich Siegmund und die AfD am 6. September die absolute Mehrheit verfehlen würden. Grund: Beide öffentlich-rechtlichen Sender sehen die „Grünen“, die zuletzt unter oder um die fünf Prozent notiert wurden, übereinstimmend mit sechs Prozent nun doch relativ sicher im Landtag.

Wie verlässlich sind diese Daten? Statistisch gesichert ist, dass die Umfragen von ARD und ZDF im Schnitt um bis zu 1,5 Prozent vom tatsächlichen Wahlergebnis abweichen können. Das würde (könnte) bedeuten: Die „Grünen“ müssen sehr wohl bangen!

Und: Umfragen sind immer Momentaufnahmen mit einer Fehlertoleranz von mindestens zwei Prozentpunkten nach oben wie nach unten. Zuletzt hatte das Basler Prognos-Institut auf Basis von Wahlkreisauswertungen die „Grünen“ nicht im Landesparlament und die AfD sogar bei 44 Prozent gesehen (der Deutschland-Kurier berichtete).

Die Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) dagegen misst die AfD mit 40 Prozent (gleich zwei Punkte weniger als Infratest) und gibt der CDU 23 Prozent (einen Punkt mehr als ARD). Es folgen die Linke mit 13 Prozent, die SPD mit neun Prozent und die „Grünen“ mit sechs Prozent. Das BSW und die FDP würden mit jeweils drei Prozent nicht im Magdeburger Landtag vertreten sein.

Bei einem solchen Wahlausgang, sollte er denn wirklich so eintreffen, würde die AfD die absolute Parlamentsmehrheit verfehlen. Denn: Je mehr Parteien den Sprung in den Landtag schaffen, desto unwahrscheinlicher wird eine absolute Mehrheit mit Werten zwischen 40 und 45 Prozent.

Am Wochenende wird die finale Umfrage von INSA erwartet.

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