Nächster Nackenklatscher für Merz: Brandenburgs JU-Chefin Strohschneider tritt aus CDU aus

Der Frust in der einstigen Volkspartei wird immer greifbarer. Laura Strohschneider, die Vorsitzende der Jungen Union Brandenburg, hat ihren sofortigen Austritt aus der CDU verkündet. Zeitgleich legt sie ihr Amt als JU-Landeschefin nieder.

► Sie war fast zehn Jahre Mitglied der CDU und seit 2023 an der Spitze der Brandenburger JU.

Ihren Schritt begründete Strohschneider mit dem Kurs der Merz-Regierung. In einer Nachricht an die Mitglieder, die der dpa vorliegt, kritisierte sie das Spitzenpersonal und die politische Ausrichtung scharf. „Fast zehn Jahre habe ich mich engagiert, weil ich geglaubt habe, dass wir dieses Land wieder nach vorne bringen können. Diesen Glauben habe ich verloren“, schrieb sie auf Instagram.

Bedeutet: Der Kanzler verliert nicht nur beim Wahlvolk massiv an Rückhalt, sondern nun auch das eigene, konservative Fundament. Die JU-Landeschefin war zudem Ostbeauftragte der Bundes-JU – ein Amt, das tief in der Parteistruktur verankert ist. Ihr Austritt ist eine schallende Ohrfeige für einen Regierungschef, der die Union im Sinkflug Richtung Beliebigkeit steuert. (keh)

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