Rund ein Drittel der Wohngeldbezieher wird nach dem Gesetzentwurf zur Wohngeld-Reform die Ansprüche verlieren, kündigt Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) an. Die Kürzungen treffen vor allem Geringverdiener, alleinerziehende Familien und Rentner. Darauf weist der baupolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Marc Bernhard hin.
Von der Klingbeil-Merz-Regierung werde wieder mal da gespart und gestrichen, wo der geringste Widerstand zu erwarten sei, kritisiert Bernhard. Der AfD-Fachpolitiker bemängelt die sozialpolitische Schieflage: Es sei „asozial“, wenn „bei den hart arbeitenden Menschen, die als Geringverdiener auf Wohngeld angewiesen sind, dieses Wohngeld gestrichen wird – während beim Bürgergeld millionenfach Sozialleistungen ausgezahlt werden an Menschen, die hier noch nie Beiträge eingezahlt haben“.
Nach Angaben des Bundesbauministeriums beziehen rund 1,2 Millionen Haushalte in Deutschland Wohngeld. 44 Prozent der Wohngeldbezieher sind Familien, darunter auch viele Alleinerziehende. In 52 Prozent der Haushalte, in denen Wohngeld bezogen wird, leben Rentner.