Der Europäische Rechnungshof hat eine mangelnde Transparenz bei der Verwendung der Milliarden aus dem sogenannten Corona-Wiederaufbaufonds gerügt. Es geht um 577 Milliarden Euro, deren Verbleib zumindest teilweise unklar ist.
Man habe keinen vollständigen Überblick darüber, was mit den Geldern geschehe, heißt es in einem Bericht des EU-Rechnungshofs. Tausende Empfänger der Gelder, darunter zahlreiche Unternehmen, seien den Rechnungsprüfern nicht bekannt. Es lasse sich nicht beurteilen, ob die Mittel fair verteilt werden, ob Risiken einer Konzentration bestehen und ob die EU-Bürger einen Nutzen davon haben.
Der Wiederaufbaufonds war 2021 eingerichtet, um EU-Länder nach der Corona-Hysterie zu unterstützen. Die Europäische Kommission nimmt dafür Kredite am Kapitalmarkt auf und verteilt die Mittel. Bis Januar dieses Jahres wurden schätzungsweise bereits 577 Milliarden Euro bereitgestellt, deren Verbleib offenbar zu erheblichen Teilen unklar ist.