Der 33 Jahre alte Amokfahrer, der am späten Montagnachmittag (4.Mai) in der Leipziger Fußgängerzone zwei Menschen totfuhr, drei weitere schwer und zahlreiche andere unterschiedlich verletzte, soll weder politische noch religiöse Beweggründe gehabt haben. Die Ermittler gehen von einem „persönlichen Motiv“ aus.
Nach am Morgen vorliegenden Informationen handelt es sich um den Haustechniker Jeffrey K., der in einem Leipziger Boxclub auch Kinder trainierte. Er soll erst kürzlich aus der Psychiatrie entlassen worden sein. Möglicherweise, so hieß es, habe ihn ein vorangegangener Streit dazu gebracht, auszurasten.
Unterdessen werden immer mehr Einzelheiten zum Tathergang bekannt: Gegen 16:45 Uhr raste der Mann mit einem VW Taigo durch die Leipziger Fußgängerzone. Die Fahrt begann am Augustusplatz und führte nach Angaben der Ermittler mit hoher Geschwindigkeit (ca. 60 km/h) durch die Grimmaische Straße bis zur Thomaskirche. Das Fahrzeug wurde schließlich durch Poller gestoppt.
Der Fahrer ließ sich im Wagen widerstandslos von der Polizei festnehmen. Er sollte heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Nach Angaben der Polizei sind insgesamt etwa 80 Menschen direkt körperlich oder seelisch von dem Horror-Ereignis betroffen.