Das russische Mineralölunternehmen „Rosneft Deutschland“ hat die Bundesnetzagentur darüber informiert, dass auf Anweisung des Moskauer Energieministeriums ab dem 1. Mai keine Durchleitung von kasachischem Rohöl durch die Druschba-Pipeline nach Brandenburg mehr erfolgen dürfe. Dies bestätigte das Bundeswirtschaftsministerium der „Berliner Zeitung“ auf Anfrage.
Die „Welt“ berichtet ebenfalls, dass „ab dem 1. Mai 2026“ kein Rohöl mehr aus Kasachstan in die PCK Raffinerie in Schwedt/Oder fließen werde. Die Versorgungssicherheit soll aber laut Bundesregierung nicht gefährdet sein. Man wolle Ersatzlieferungen sicherstellen.
Die uckermärkische Landrätin Karina Dörk äußerte sich hingegen „besorgt“ angesichts des bevorstehenden Lieferstopps. Sie befürchtet ein „riesiges Problem“ für die Versorgungssicherheit. So werden laut der CDU-Politikerin derzeit 80 Prozent der Kerosinversorgung am Großflughafen BER in Berlin durch die PCK Raffinerie in Schwedt abgesichert. Auch Polen werde mit Benzin und Diesel aus der PCK beliefert.