An diesem Wochenende treffen sich hochrangige Delegationen der USA und des Iran in Islamabad, um über ein Ende des Krieges zu verhandeln. US-Präsident Donald Trump warnte Teheran davor, künftig eine Maut für die Schiffspassage in der Straße von Hormus zu verlangen: „Das sollten sie besser nicht tun!“ Derweil verharren die Spritpreise hierzulande auf hohem Niveau. Jetzt schnallen es auch die ersten Mainstream-Medien: Die deutsche Tunix-Regierung „ist unfähig, Entscheidungen zu treffen!“
Es ist ein für Mainstream-Verhältnisse bemerkenswerter Kommentar, den Daniel Friedrich Sturm im Berliner „Tagesspiegel“ zur Spritpreisexplosion verfasst hat. Er gipfelt in der Feststellung: „Diese Regierung ist unfähig, Entscheidungen zu treffen!“ Friedrich Merz (CDU) sei „blank“ bei der Lösung des Problems.
Der Autor zitiert den Tunix-Kanzler mit seinen eigenen Worten: „Erwarten Sie keine schnellen Entscheidungen“ und resümiert: „Man kann sich über diese Entscheidungsunfähigkeit der Koalition nur die Augen reiben. Die Regierung sollte in dieser Energiekrise endlich ihrer ureigenen Aufgabe nachkommen, nämlich: entscheiden – oder, in anderen Worten: Bitte regieren Sie jetzt!“
Stattdessen erlebe die Öffentlichkeit „Polit-Pingpong“, heißt es unter Verweis auf die Kabinetts-Kakophonie (Übergewinnsteuer, Preisdeckel, Pendlerpauschale, Stromsteuersenkung).
Spritpreis-Hickhack
Auch die „Bild“-Zeitung kritisiert das „tagelange Regierungs-Tohuwabohu“ um mögliche Maßnahmen gegen die hohen Benzinpreise und stellt in Bezug auf den Krisenversager Friedrich Merz fest: „Eine klare Ansage, welche Maßnahmen die Regierung gegen die dramatisch gestiegenen Energiekosten in Angriff nimmt, machte er NICHT.“
Nicht nur das „Straubinger Tagblatt“ fragt: „Hat das Spritpreis-Hickhack in der Regierung bald ein Ende?“
Dann sind drei Euro „so sicher wie das Amen in der Kirche“
Ökonom Gerrit Heinemann (Hochschule Niederrhein) dämpft Hoffnungen auf eine: nachhaltige Entlastung an den Zapfsäulen. Für die kommenden Wochen sieht er den Liter Super E10 jenseits der 2,30 Euro und Diesel bei bis zu 2,60 Euro/Liter. Sollte es zu neuen Kampfhandlungen kommen, sagt der Experte einen massiven Preissprung voraus: „Wenn die Waffenruhe nicht hält, wird die Drei-Euro-Hürde genommen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“